
Zum Fernsehen bin ich eigentlich rein zufällig gekommen.
Als ich mich – gerade fertig mit dem Gymnasium – beim Musiksender TELE 5 beworben hatte, hagelte eine Woche später die schriftliche Absage in meinen Briefkasten. “Ganz schön frustrierend!” dachte ich.
“Jetzt laden die mich nicht mal zum Casting ein.” Aber so schnell wollte ich mich nicht geschlagen geben.
Ich rief bei TELE 5 an und verlangte frech den damaligen Programmchef Jochen Kröhne.
“Mir ist vielleicht wichtiger zu wissen warum sie mich nicht genommen haben, als für Sie zu arbeiten!” blaffte ich. Er versprach mir meine Bewerbung zu prüfen und mich in spätestens einer Woche zurück zu rufen.
5 Minuten später klingelte schon mein Telefon. “Willst Du mich verarschen?!” blaffte jetzt der Programmchef zurück. “Du stehst morgen um 9:30 Uhr auf der Casting-Liste. Seh bloß zu, dass DU pünktlich bist!”
Was war geschehen?
Zufall! Ich hatte schlichtweg den falschen Formbrief zugeschickt bekommen. In meinem Umschlag landete die “höfliche Absage” anstatt der Einladung zum Casting.
Am kommenden Tag machte ich das Rennen unter 30 Mitkonkurrenten.
Ein Mädchen hatte es mit mir auch noch geschafft. Sie heißt Sandra Maischberger und ich bewundere sie sehr.
Hätte ich damals nicht zum Telefon gegriffen und einfach angerufen, wäre ich damals einfach nicht so “dreist” gewesen. Ich hätte vielleicht nie meinen Traum verwirklicht.